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Samstag, 29. Dezember 2007
Training 29.12.
Von sportamil-laufteam, 13:13

Hallo!

Heute steht nur 45' Erwärmung auf Rolle auf dem Plan mit anschließender Gymnastik, "Dehnung" und Kräftigung. Natürlich "dehne" ich auch bzw. erhalte und verbessere die Flexibilität der Muskulatur durch Weichteiltechniken, gymnastische Übungen, doch eine ausdrückliche "Dehnung" führe ich zumeist an Tagen wie heute, an denen kein Lauftraining auf dem Plan steht, durch. Ob das "Dehnen" überhaupt sinnvoll ist, wird weiterhin in der Wissenschaft diskutiert, weil es möglicherweise ausreicht, die zur Abschwächung neigende Muskulatur zu kräftigen, um somit signifikanten muskulären Dysbalancen entgegenzuwirken. Der Begriff "Dehnen" ist im Übrigen schlichtweg falsch, wird aber in der Literatur und sogar teilweise in physiotherapeutischen Lehrinstituten mißbraucht! Es ist nämlich nicht möglich, die Muskellänge durch "Dehnen", sprich ohne einen chriurgischen Eingriff dauerhaft zu verändern. Ein Muskel kann sich NICHT verkürzen! Lediglich temporär bei einer konzentrischen oder exzentrischen Kontraktion.

Man kann lediglich die Schmerztoleranzgrenze dahingehend verschieben, dass der umgangssprachlich sogenenannte "Dehnungsschmerz" erst bei einem höheren Bewegungsausmaß, sprich später einsetzt. Dies kann positive aber auch negative Effekte haben.

So, dann mal allen weiterhin viel Spaß beim Verlängern der Muskulatur durch "Dehnen".

Wer sich im Übrigen fundierte Informationen rund um's "Dehnen" aneignen möchte, den verweise ich auf folgende Seite: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub046.pdf

Das gehört zwar nicht zum Thema "Dehnen", fällt mir aber im Zusammenhang mit der Verbreitung von Fehlinformationen/Verdummung der Fitneßbevölkerung ein:

Leider ist dem Autor (dessen Namen ich hier nicht nennen möchte) der neuen Runners Point Werbebroschüre zum Thema "Gewichtsreduktion und Fettverbrennung" ein dicker Fehler unterlaufen. Traurigerweise geistert diese Broschüre durch die gesamte Fitneßbevölkerung und gaukelt dem Laien vor, dass er lediglich Gewicht/Körperfett reduziere, wenn er im sogenannten "Fettstoffwechselbereich" trainiere. Ich empfehle dem Autor, der übrigens ein "Dr." vor seinem Namen trägt, und den jenigen, die die Wahrheit über den Fettstoffwechsel und Gewichtsreduktion erfahren möchten ebenfalls den Link von Herrn Dr. Kurt Moosburger, der übrigens nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch Ausdauersport betreibt!  Für die, die nicht gerne viel lesen: Man reduziert dann Gewicht/Körperfett, wenn man eine negative Kalorienbilanz erzeugt. Dabei ist es völlig unerheblich, ob man im umgangssprachlich sogenannten "Fettstoffwechsel" trainiert oder sonstwo. Am meisten Fett verbrennt man übrigens im Schlaf!

Das Buch des Autors "Natürlich Laufen" (das auch bei Sportamil erhältlich ist) ist übrigens meiner Meinung nach im Gegensatz  zum dem Runners Point-Artikel außerordentlich gut gelungen. Natürlich sollte sich die mündige Fitneßbevölkerung selbst ein Urteil darüber bilden.

Viele Grüße

André, www.sportamil.de

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